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Fluten

Verfasst: 5. Nov 2007, 09:03
von Gram
Die Welle braucht die breite Bucht,
das Leid erlischt, so zischt die Gischt,
doch nicht die Welle sucht die Flucht.
Womit wird Suppe wohl gewürzt?
Das Salz im Wasser wird vermischt
zu Tränen, die man von sich wischt,
bevor der Thor sich in sie stürzt,
die Schlucht der Sucht, mit voller Wucht.

Verfasst: 5. Nov 2007, 09:03
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Re: Fluten

Verfasst: 17. Nov 2007, 06:02
von Thalberg
Guten Morgen Gram,

ein Gedicht, das mit ein paar Bildern spielt, die teilweise nicht so recht zusammen passen wollen.

Die Welle braucht die breite Bucht,
das Leid erlischt, so zischt die Gischt,
doch nicht die Welle sucht die Flucht.
Womit wird Suppe wohl gewürzt?


Die Welle braucht die breite Bucht. Hm... das Leid erlischt, mein erster Gedanke wäre, dass in der Bucht ein Feuer brannte, das die Welle nun löscht. Auch in Bezug auf das Zischen der Gischt. Die Worte, die du verwendest, suggerieren das irgendwie. Nachdem die Gischt gezischt hat, wird uns nun gesagt, dass nicht die Welle die Flucht sucht. Und zu allem Überfluss kommt jetzt eine Suppe ins Spiel. dogeyes Wir waren doch eben beim Meer, hörten die Gischt zischeln und philosophierten über die Flucht, die die Welle nicht tätigt. Ozean, Möwen und salziger Wind - Erinnerungen vergangener Tage, während wir beim Anblick von Ebbe und Flut über den Sinn des Lebens nachdenken...

... und jetzt eine Suppe? :stupid:

Das Salz im Wasser wird vermischt
zu Tränen, die man von sich wischt,
bevor der Thor sich in sie stürzt,
die Schlucht der Sucht, mit voller Wucht.


Jetzt weiß man atok nicht mehr, in was das Salz gemischt wird: in die plötzlich heraufgeschwabte Suppe oder ins Meer. Doch im Folgenden wird nun klar, insbesondere der letzten Zeile, wohin der Text geht. Der Bezug zu allerlei Flüssigem wird mir hier erst klar. Die Schlucht der Sucht und der Thor, die sich gern und gleichzeitig willenslos und ungern hineinstürzt. Ich weiß ungefähr, wovon du sprichst, Gram. Ich hoffe nur, dass ich mit meinem Kommentar nicht auf offenen Wunden tanze, bzgl. der Sucht. Auch deine familiäre Situation kann ich nachempfinden, da ich vor 1 1/ 2 Jahren das gleiche durchgemacht habe.

Zum Text selbst würde ich als Hauptkritikpunkt die merkwürdige Suppe bemängeln, die wirklich profan und fehl am Platze wirkt.

Gruß,
Thalberg

Re: Fluten

Verfasst: 22. Nov 2007, 10:30
von Gram
biggrin

Du hast nicht viel Erfahrung mit Sucht und Drogen, richtig? Es ist ein einziges Paradoxon.
Jedoch ist mein Text gar nicht sooo wirr, aber vielleicht ein wenig schwer verständlich, da er den Leser von einem Gedanken zum anderen hetzt(ganz wie der liebe Suchtdruck) und er von Reimverzweigungen nur so strotzt.
Das Meer steht symbolisch für die Suppe in der wir alle zu schwimmen haben, auch für die sogenannte Ursuppe. Wellen suchen keine Flucht, sondern die Bucht. Dagegen sucht der süchtige die Flucht. Suppe würzt man mit Salz, Kokain ist ein Salz.
Fazit: Drogen sind die Lebenswürze für jene, die sich von der Suppe in die Schlucht der Sucht treiben lassen.

Zugegeben, dieser Text verlangt ein wenig vom Leser. Entschuldigung! Hihi!

GRAM

Re: Fluten

Verfasst: 23. Nov 2007, 09:03
von Thalberg
So wird es natürlich etwas verständlicher. Formulierungen zu finden, die eine Sache geschickt umschreiben, aber trotzdem nicht gleich mit dem Finger drauf zeigen, ist schwer.

Zugegeben, mit schwerer, körperlicher Sucht habe ich keine Erfahrung. Wenn man den Text so liest, erscheint es wieder sinniger. Trotzdem finde ich die Suppe sehr (kryptisch möchte ich nicht sagen, das ist so ein böses Schlagwort aus der Vergangenheit, wie wir beide wissen :grin: ) metaphorisch.

Nun, danke für die Erklärung. :]

lieben Gruß,

Ty