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Auf deine Lippen senk ich Kuss
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Autor:  Thalberg [ 29. Okt 2007, 12:22 ]
Betreff des Beitrags:  Auf deine Lippen senk ich Kuss

Auf deine Lippen senk ich Kuss




Auf deine Lippen senk’ ich Kuss,
in deinen Atem leg’ ich mich -
du bist ein Ende ohne Schluss.
Das tiefe Sein - es spiegelt sich

in deinen Augen, die nichts zeigen
und mir von dir nichts wiedergeben,
wo rote Blüten, die dir neigen
und gelbe Tulpen sich verweben.

So schließ’ ich müde meine Lider
und denk an Frühes, wie an dich.
Im Abschied wärst du schon und wieder:
in deine Arme leg ich mich.



.

Autor:  Anzeige [ 29. Okt 2007, 12:22 ]
Betreff des Beitrags: 


Autor:  Schatten [ 4. Nov 2007, 01:27 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Auf deine Lippen senk ich Kuss

wow, ein wierklich schönes textbild.
meiner meinung nach harmonisiert hier wierklich alles miteinander,
die reimstruktur ist klar, aber nichts kommt zwanghaft daher.

So schließ’ ich müde meine Lider
und denk an Frühes, wie an dich.

diese zwei zeilen lassen das gedicht schön beruhigend enden, gefällt mir sehr gut.

so, jetzt kommt ein wenig freie interpretation meinerseits, vielleicht geht diese völlig an deinen gedanken
vorbei aber naja, ich schreibe einfach mal wie ich es aufgefasst habe :)

in deinen Atem leg’ ich mich -
in deine Arme leg ich mich.

da wird für mich am anfang wie auch am ende das selbe thema aufgegriffen, die geborgenheit suchen.
so macht auch der satz "du bist ein Ende ohne Schluss." für mich sinn, da der text sich so endlos wiederholen
könnte :)

naja, soviel von mir, hoffe du kannst ein wenig damit anfangen, und wenn du magst kannst du mir ja mal erläutern
wie die von mir angesprochenen zeilen wierklich gemeint waren, würde mich interessieren :)
aber wierklich super gedicht, hat mir gut gefallen.

MfG Schatten

Autor:  Thalberg [ 4. Nov 2007, 01:42 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Auf deine Lippen senk ich Kuss

Hallo Schatten,

danke für deinen Kommentar.

Bei diesem Gedicht bin ich recht zwiegespalten. Es hat einst eine harte Diskussion gebraucht, um es so entstehen zu lassen, wie du es jetzt siehst. Manche mögen es und lassen sie mittreiben von dem, was sie darin sehen und die anderen können nicht über die ein oder andere Macke dieses Gedichts hinwegsehen und wenn ich ehrlich bin: ich kann es auch nicht. :mrgreen:

Womit ich nicht sagen möchte, das ich es nicht mag - ich selbst mag dieses Ding sehr gern. Was zum Beispiel immer wieder bemängelt wird ist, dass im Satz Auf deine Lippen senk ich Kuss ein Artikel fehlt.

Auf deine Lippen senk ich einen Kuss.

Ich selber bin der Auffassung, dass man es hier mit einem Weglassen eines Wortes zu tun haben, das einen poetischen Effekt hat. Auch Benn hat in einem (in vielen) Gedicht(en) so gewerkelt. Und es kann wirklich keiner behaupten, der Mann wäre kein großer Dichter gewesen.

Zum Text: In deinen Atem leg ich mich soll eine Steigerung von Auf deine Lippen senk ich Kuss sein. Also noch eine Spur intimer - wir legen uns schließlich nicht in jedermanns Atem. Du bist ein Ende ohne Schluss bedeutet, dass die Person um die es geht (das Gedicht ist gewidmet) mit ihrem unablässigen Verhalten dafür sorgt, dass es dem lyr.ich schlecht geht.

Ich hoffe ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Danke nochmal für deinen Kommentar und :n26: .

Gruß,

Thalberg

Autor:  Schatten [ 4. Nov 2007, 01:50 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Auf deine Lippen senk ich Kuss

ok, danke für die aufklärung :)

Was zum Beispiel immer wieder bemängelt wird ist, dass im Satz Auf deine Lippen senk ich Kuss ein Artikel fehlt.

ich fand gleich, dass das weglassen des wortes in diesem fall sehr gut passt, deshalb bin ich auch nicht weiter darauf eingegangen. ich denke das muss jeder für sich wissen, aber wie gesagt, in meinen augen hier eine gute wahl.

ja, dir auch eine gute nacht, bis ich schlafen geh dauerts wohl noch ein wenig ;)

Autor:  Poesielos [ 5. Nov 2007, 22:43 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Auf deine Lippen senk ich Kuss

Hallo Thalberg,


sprachästhetisch und formal sicherlich auf einem guten Nivau dein Werk, auch wenn ich nicht immer von der Einfachheit der Reime begeistert bin. Aber nur eine Frage unter Kollegen: ist dieses Gedicht denn nicht doch zu arg in Zuckerwatte verpackt? :)


MfG,
Benne.

Autor:  Thalberg [ 6. Nov 2007, 04:57 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Auf deine Lippen senk ich Kuss

Japp, ist es. Das kann man mögen oder auch nicht.

Die meisten meiner Texte sind zuckerwattefrei, von daher tut mir selber dieses nicht weh.

Danke für den Kommentar. ;-)

Thalberg

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