Registriert: 29. Okt 2007, 00:00 Beiträge: 208 Wohnort: bei Berlin
Der Rhythmus
Für ein Gedicht ist zunächst das metrische Schema wichtig. Aber die metrischen Schemata können zwar gleich sein ‑ es kann l000 Gedichte z.B. mit vierhebigen Jamben geben ‑ ; aber jedes Gedicht klingt“ anders. Dafür sind der Satzbau, die Kadenzen und auch die Länge der Wörter verantwortlich. Außerdem kann ein Wort von seiner Bedeutung her gegen die Metrik besonders hervorgehoben werden.
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Nach der metrischen Form wäre „dies“ eine Senkung und „ist“ eine Hebung, von der Bedeutung her muss jedoch dies“ betont werden. „Dies“ wird also gegen das Schema besonders hervorgehoben, da eine Unregelmäßigkeit vorliegt. Man nennt diese Erscheinung „schwebende Betonung“. Die Unregelmäßigkeit, also die schwebende Betonung, soll in dieser Verszeile wohl die Bewunderung des lyrischen Ichs über den Herbsttag ausdrücken. In vielen deutschen Gedichten ist es daher wichtig zu schauen, ob irgendwelche schwebende Betonungen vorliegen! Der Rhythmus selbst muss für jedes Gedicht beschrieben werden. Man muss sich überlegen, ob er harmonisch oder stockend ist.
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