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 Betreff des Beitrags: Gestirne
BeitragVerfasst: 16. Nov 2007, 14:12 
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Asterntempel
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Registriert: 1. Nov 2007, 09:08
Beiträge: 22
Wohnort: Zwickau
Er ist wie die Sterne, die über mir wachen,
meine Nacht erhellen und mir ruhige Träume schenken.
Wenn ich nach oben blicke und einen Schweif sehe,
weiß ich, dass er auch an mich denkt und bei mir ist.
Er ist überall und gegenwärtig.

Sie ist wie die Sonne, die meinen Tag erleuchtet,
mir Wärme und Freude schenkt.
Mein Leben aufrecht erhält.
Sie drängt mich nach oben zu wachsen.
Sogar über mich selbst hinaus.

Er ist wie der Mond, der alles in der Bahn hält.
Unsere Schwerkraft, die uns stetig hält,
den Lauf der Dinge sichert und unser fester Ruhepunkt ist.
Seine Gedanken kreisen um uns.
Er zeigt uns unbeirrt den Weg auch in der Dunkelheit.

Ich bin wie die Erde, die Leben schenkt.
Ich bin unser aller Zuhause.
Vielfältig, reich an Elementen und farbenfroh.
Manchmal hilflos schwach; oft beeindruckend stark.
Doch ich höre niemals auf mich zu drehen.

Sohn, Tochter, Mann und Frau.
Was sind all diese Gestirne ohne das andere wert?
Zusammen sind sie eine Familie.

Unzertrennlich.

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 16. Nov 2007, 14:12 


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 Betreff des Beitrags: Re: Gestirne
BeitragVerfasst: 17. Nov 2007, 08:55 
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Administrator
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Registriert: 29. Okt 2007, 00:00
Beiträge: 208
Wohnort: bei Berlin
Hallo liebe Yve,

zu den Klängen von Marylin Mansons If I Was Your Vampire vom Album "Eat me, drink me", dass er anläßlich der Trennung von seiner damaligen Frau Dita Von Teese schrieb, sowie meiner augenblicklichen eigenen Situation, kann ich mich gut in deinen Text hineinversetzen. Zugegeben: die Form sagt mir gar nicht zu. Das ganze ist mir viel zu erzählerisch gestaltet. Ohne Zeilenumbrüche könnte das auch eine kurze Schilderung sein.

Auffallend ist der Personenbezug der einzelnen Strophen.

S1: Er (Vater)
S2: Sie (Tochter?)
S3: Er (Vater)
S4: Du (Mutter)
S5: Alle (Familie)

Man sieht, dass du hier die klassische Rollenverteilung anstrebst, bzw. nach Wichtigkeit sortierst. Wahrscheinlich für dich selbst, da Er in deinen Gedanken aufgrund der räumlichen Trennung (wie ich ja weiß) die Hauptrolle spielt, als stetiges Erinnern. Du schließt das ganze ab mit der Familie, die unzertrennlich sei. Nun, vielleicht trifft das auf euch zu, aber es gibt ausreichend Beispiele für das Gegenteil - allein in diesem Forum zwei von denen ich definitiv weiß. Was ich damit sagen will ist, dass mir der Text bisweilen ein wenig zu Heile- Welt verseucht vorkommt.

Das ist jedoch alles nur mein Geschmack, wenn ich anderer Menschen Texte lese. Ich glaube meiner Lyrik kann man gleiches auch oft vorwerfen. Nun, nicht ganz meine Schublade, doch besticht bisweilen mit einer dem Text ganz eigenen schönen Welt und angenehmen Bildern.

lieben Gruß,

Ty

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 Betreff des Beitrags: Re: Gestirne
BeitragVerfasst: 17. Nov 2007, 12:19 
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Asterntempel
Asterntempel
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Registriert: 1. Nov 2007, 09:08
Beiträge: 22
Wohnort: Zwickau
Ja, ich sortiere nach Wichtigkeit, aber die Strophe 1 bezieht sich auf den Sohn, die zweite auf die Tochter und die dritte erst auf den Mann...als letztes, die Frau, die eine sehr wichtige Rolle spielt, in dem sie alles zusammenhält, was meistens ja der Wahrheit entspricht.

Heile Welt...hm ja. Aber meine Welt ist meistens so heil, wie in diesem Gedicht, was nicht heißt, dass es immer so Friede, Freude, Eierkuchen zugeht. Aber das Grundgerüst entspricht meinem Lebensalltag.

Ja, es ist sehr erzählerisch...irgendwie konnte ich mich nicht kürzer fassen. Ich mag es aber so, und wenn es dir auch gefällt, danke ich für´s Lesen und für´s Kommentieren wink

Yve

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 Betreff des Beitrags: Re: Gestirne
BeitragVerfasst: 20. Nov 2007, 23:47 
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Gladiolenwüste
Gladiolenwüste
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Registriert: 19. Nov 2007, 18:07
Beiträge: 1
Wohnort: DreiländerecK Schwaben-Franken-Hohenlohe
Hi meine Süße,

also ich kenn das ja schon was länger, aber gesagt hab ich dazu, glaube ich, noch nicht viel.
Ich mag es, weil ich die Geschichte und die Menschen dazu mehr oder weniger direkt kenne und weil es einfach so ist wie du es schreibst und weil nicht nur deine zentrale Rolle sondern auch Deine warmen, intensiven Gefühle und Dein Glück heraussprechen.
Außerdem sind bei ganz genauem Hinsehen auch Seitenhiebe auf die schlechtere, wie ich ja weiß, gar nicht ferne, Vergangenheit zu finden (z.B. Nacht erhellen, ruhige Träume schenken, Sonne, Wärme, Freude, Halt und Ruhe) Von alldem war damals nichts zu spüren.
Der Satz "Manchmal hilflos schwach; oft beeindruckend stark" das bist Du!
und heute viel mehr stark als schwach, weil Dein Universum funktioniert.
Du kannst so stolz und glücklich auf und über Deine Familie sein und ich bin mit Dir voll glücklich, wär hätte damit noch vor einem Jahr gerechnet???

Die Bilder Sonne, Mond, Sterne, Erde sind perfekt!

Noch ein Wort zum "erzählenden Dichten":
ich finds nicht schlimm, im Gegenteil, die Sprache darf gar nicht anders sein und die Zeilen nicht kürzer. Nur auf den Rhythmus musst Du aufpassen, der sollte regelmäßiger sein, dann wird es von alleine "lyrischer"...

Sehr gerne gelesen,

GLG
Mimi

_________________
...früher hab ich drüber gelästert, heute bin ich selber so...


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 Betreff des Beitrags: Re: Gestirne
BeitragVerfasst: 22. Nov 2007, 09:28 
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Asterntempel
Asterntempel
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Registriert: 1. Nov 2007, 09:08
Beiträge: 22
Wohnort: Zwickau
Hi Mimi, du selber Süße biggrin

Danke für das außerordentliche Lob! Ich freu mich, dass es dir so sehr gefällt und dass du so viel darin erkennst. Selbst für so einfache Gedichte bedarf es eben oft an Hintergrundwissen. Aber dass du die einzelnen Personen erkennst und deuten kannst, zeigt mir, dass mir das Gedicht geglückt ist, auch wenn es "offiziell" vielleicht etwas "unlyrisch" ist.

Danke dass du dir die Zeit genommen hast, meinen Text zu lesen. Ich weiß ja, dass du viel um die Ohren hast. Am Wochenende schnattern wir zwei wieder gell? argue ( aber etwas freundlicher als die beiden ) biggrin

Yve

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