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Nemo
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Verfasst: 19. Dez 2007, 14:03 |
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| Gladiolenwüste |
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Registriert: 19. Dez 2007, 13:56 Beiträge: 7
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. Mit dir - Hand in Hand - wollte ich zärtliche Gedichte schreiben und jetzt so was: Granate, Feuer, Grauen, Läuse, Nervengas. Weihnacht rückt an, streichelnd die Schützengräben, leise, fast überall lauert kalter Tod, mein bester Freund stöhnt. Um ihn herum kleidet sich Schnee purpurrot.
Der Tag ist da – voll Wehmut singen wir die Weihnachtslieder. Und jetzt summt der Feind auf französisch mit: „Heil`ge Nacht!“ Was für ein Mist! - Wo befindet sich mein Feind heute, wenn er plötzlich Mensch - wie ich und du – geworden ist?
Wir alle erheben uns aus den Schützengräben. Wir und der Feind wollen auf dem Schlacht-Feld nur noch Fußball spielen. Wer hätte das je gedacht? Warum kämpfen wir? Wem bringt der Krieg Gewinn? Was sind wir dem Welt schon Wert? Ich und der Feind.
Wie gern würde ich mit ihm bloß Fußball spielen. Heute bleibt nur das: Auf dem Kriegs-Feld verblute ich langsam im rot gefärbten Gras und spüre Schmerz und Angst. Wie du, mein Feind, während du - immer wieder - in meine Augen fragend schaust. Wir sterben Hand in Hand. Noch Gestern sangen wir gemeinsam Weihnachtslieder.
Version 2.
Mit dir - Hand in Hand - wollte ich zärtliche Gedichte schreiben und jetzt so was: Granaten, Feuer, Grauen, Läuse, Nervengas. Weihnacht rückt an, streichelt die Schützengräben, leise, fast überall lauert kalter Tod, mein bester Freund stöhnt. Um ihn herum kleidet sich Schnee purpurrot.
Der Tag ist da – voll Wehmut singen wir die Weihnachtslieder. Der Erzfeind stimmt auf englisch mit: „Heil`ge Nacht!“ Was für ein Mist! - Wo ist mein Gegner heute, wenn er plötzlich Mensch - wie ich und du – geworden ist?
Auf einmal erheben wir uns aus den Schützengräben und wollen zusammen nur noch Fußball spielen. Wer hätte das je gedacht? Warum kämpfen wir? Wem bringt der Krieg Gewinn? Was sind wir der Welt schon Wert?
Lieber würden wir gemeinsam Fußball spielen. Und jetzt das: Auf dem Kriegs-Feld - langsam verblutend - im rot gefärbten Gras, spüre ich Schmerz und Angst. Wie du, mein Feind, während du - immer wieder - in meine Augen fragend schaust. Wir sterben Hand in Hand. Noch gestern sangen wir gemeinsam Weihnachtslieder.
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Zuletzt geändert von Nemo am 23. Dez 2007, 16:07, insgesamt 2-mal geändert.
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Verfasst: 19. Dez 2007, 14:03 |
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Thalberg
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Verfasst: 20. Dez 2007, 10:48 |
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Registriert: 29. Okt 2007, 00:00 Beiträge: 208 Wohnort: bei Berlin
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Hallo Nemo,
dieses doch sehr erzählerisch geschriebene Teil erinnert mich an eine Begebenheit unter Soldaten verfeindeter Armeen (welche das waren kann ich mich momentannicht mehr entsinnen), die zu Weihnachten die Waffen niedergelegt haben und zusammen Weihnachten gefeiert haben. Wahrscheinlich wolltest du auch genau dieses umreissen, mit deinem Text, der mir gefällt und natürlich genau in diese Zeit hineinpasst.
Ein Stück, das wie ich finde, ein gewissen Reiz hat.
Gern gelesen.
Gruß,
Thalberg
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